Entwässerung und Starkregenvorsorge ist Teil unserer Kernpolitik

Der 13. August 2024 wird vielen noch lange in Erinnerung bleiben. Starkregen brach über unseren Ort herein und offenbarte uns die Knackpunkte in der Entwässerung unseres Fleckens Hage.

Mit dem bloßen Auge war ersichtlich, wo dringend Handlungsbedarf in Sachen Oberflächenentwässerung bestand.
Die Kanalisation läuft voll und kann die Wassermengen nicht mehr bewältigen, so dass das Wasser an der Oberfläche abfließt. Dort läuft das Regenwasser mit dem Fließgefälle von den hochgelegenen Flächen in die tieferliegenden Siedlungsteile ab.
Sind dort Talflächen ausgebildet, können größere Wassertiefen entstehen. Mindestens acht Siedlungsgebiete in Hage sind überflutungsgefährdet.
Das Bundesamt für Kartografie und Geodäsie (BKG) stellt Starkregenhinweiskarten bereit (https://geoportal.de/map.html?map=tk_04-hinweiskartestarkregengefahren-ni), mit denen überflutungsgefährdete Siedlungsflächen identifiziert werden können.

Überfluteter Fährweg am 13.8.2025 20:32 Uhr

Zum Beispiel im Bereich, Fährweg, Birkenstraße, Kastanienweg“ stieg das Wasser am 13.8.25 extrem an und schien fast in die Häuser zu laufen. Autoverkehr war dort nicht mehr möglich.

Um die Gefährdung durch Starkregen zu verringern, bedarf es einer größeren Menge an finanziellen Mitteln.
Aus diesem Grunde haben wir entschieden, für die Haushaltsjahre 2025 bis 2028 jeweils 100.000 € für die Verbesserung der Entwässerung in den Haushalten bereitzustellen.
Für einige Maßnahmen müssen Planungsbüros zur Hilfe genommen werden und an anderen reicht eine Ertüchtigung und Reinigung der Entwässerungsgräben mit dem Bagger. In diesem Zuge werden dann auch die Durchlässe kontrolliert und eventuell ertüchtigt.
Somit ergibt sich folgender Sachstand:
Gräben werden jährlich gereinigt und bei Bedarf werden Gräben wieder geöffnet. Das Netz der Gewässerschau wird fortlaufend angepasst, mit dem Ziel Gräben besser zu vernetzen und damit zusätzlichen Stauraum für Wasser zu schaffen.
Durch den Entwässerungsverband Norden wurde das Schlagbaumtief westlich des Fürstenwaldes aufgearbeitet, um die Abflussleistung zu verbessern.
Das Verbandsgewässer Roter Siel befindet sich momentan in der planerischen Überarbeitung. Die vorhandene Aufnahmekapazität an Starkregenwassermengen ist derzeit stark eingeschränkt.

Außerdem wurden Regenrückhaltungen im Südpark hergestellt und nördlich der Eisenbahn am Weidenweg sowie an der Birkenstraße oder befinden sich in der Planung.
Um dem Entwässerungsproblem Herr zu werden, laufen derzeit Gespräche mit verschiedenen Planungsbüros zur Erstellung eines Generalentwässerungsplans.
Wir von der Hager SPD haben das Problem erkannt und Entwässerung ebenfalls in unsere Kernpolitik aufgenommen.

Michael Wesseln
Ausschussvorsitzender
Finanzen, Planen & Bauen

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