Der Flecken Hage lebt vom Zusammenspiel von Familie, Älteren, Jugendlichen und Gästen. Hohe Bordsteine trennen oft Menschen voneinander, vom Straßenverkehr und von wichtigen Einrichtungen. Das Absenken oder Weglassen von hohen Bordsteinen kann die Mobilität, Sicherheit und Lebensqualität im Ort deutlich erhöhen.
Barrierearme Zugänge
Abgesenkte Bordsteine ermöglichen Rollstuhlfahrenden, Eltern mit Kinderwagen, Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit Gehbehinderungen eine ungehinderte Passage zu Treffpunkten, dem Dorfplatz, der Apotheke, dem Busbahnhof und zur Kirche.
Größere Flexibilität
Leichte Höhendifferenzen vereinfachen das Manövrieren von Hilfsmitteln wie Rollatoren, Kinderwagen und Fahrrädern mit Anhängern.
Barrierearme Dorfplanung
Wenn Bordsteine an zentralen Stellen niedrig oder abgesenkt sind, wird das Gehen im gesamten Dorf einfacher und inklusiver.
Sicherheit und Gesundheit
Sturzprävention: Flache oder absenkte Bordsteine reduzieren Stolper- und Sturzrisiken, besonders für Kinder, Ältere und Sehbehinderte.
Wasser- und Glatteismanagement: Gut entwässerte Übergänge verringern Pfützen und Rutschgefahren.
Wirtschaftliche und dorfgemeinschaftliche Vorteile
Barrierefreiheit steigert Teilhabe: Ein inklusives Dorfbild zieht Besucherinnen und Besucher sowie Kundinnen und Kunden an, stärkt lokale Vereine und Geschäfte.
Langfristige Kostenersparnis: Zwar entstehen Erstinvestitionen, doch langfristig senkt barrierearme Infrastruktur Hilfsdienste, Unfälle und individuelle Anpassungen.
Soziale Folgen
Lebensqualität: Einfache Zugänge bedeuten mehr Teilhabe am Dorfleben, Kultur- und Freizeitaktivitäten sowie unabhängiges Reisen.
Geringere Stigmatisierung: Barrierearmes Dorfbild stärkt das Wohlbefinden aller Bevölkerungsgruppen.
Familienfreundlichkeit: Eltern mit Kinderwagen profitieren gleichermaßen, was das Dorf familienfreundlicher macht.
Umsetzungsvorschläge für unser Dorf
Bestandsaufnahme: Prüfen, wo Bordsteine stoßen und gezielt dort absenken, z. B. an Bushaltestellen, am Dorfplatz, vor der Kirche, dem Rathaus und zu öffentlichen Gebäuden.
Beteiligung: Menschen mit Behinderungen, Ältere, Familien und Vereine in Planungen einbinden, um echte Bedürfnisse abzubilden.
Fazit:
Der Verzicht bzw. das Absenken hoher Bordsteine in unserem Dorf ist mehr als eine bauliche Optimierung zu sehen. Es ist ein Schritt hin zu einer inklusiven, sicheren und lebendigen Dorfgemeinschaft, in der Mobilität keine Frage von Alter, Herkunft oder körperlichen Fähigkeiten ist. Mit einer bedachten Umsetzung und Unterstützung durch Fördermittel schaffen wir ein Dorf, in dem sich alle willkommen fühlen.
Michael Wesseln, Ausschussvorsitzender, Finanzen, Planen & Bauen